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Blähungen

Sie betreffen praktisch alle Menschen, die einen seltener, die anderen regelmäßig: Verdauungsbeschwerden, welche mit einer unangenehmen Gasentwicklung einhergehen und zu Bauchschmerzen oder Flatulenzen führen. Wie es überhaupt dazu kommt und was man dagegen unternehmen kann, das haben wir für diese Ausgabe Frau Mag. Reitbauer, ApoLife Apothekerin aus Gänserndorf, gefragt.

Frau Mag. Reitbauer, was sind eigentlich Blähungen?

In der Medizin werden darunter Gasansammlungen im Körper verstanden, die im Rahmen von Verdauungsvorgängen in unserem Verdauungstrakt entstehen und dabei den Darm aufblähen. Entweichen diese Gase durch die Speiseröhre, spricht man von Aufstoßen, geht die Luft durch den Anus ab, von Flatulenzen – ein Begriff, der sich vom lateinischen Wort „Flatus“, was übersetzt so viel wie „Wind“ bedeutet, ableitet. Kann das Gas nicht entweichen, führt dies zum Teil zu schmerzhaften Bauchkrämpfen. Hier spricht man von Meteorismus. Beide Beschwerdebilder werden umgangssprachlich als Blähungen zusammengefasst.

Wie entstehen diese Gase?

Es gibt mehrere Ursachen, jedoch liegt den Beschwerden fast immer ein Verdauungsproblem zugrunde. Bei der sogenannten Maldigestion beispielsweise können aufgrund eines Mangels an Verdauungsenzymen oder Gallensäuren die Nahrungsbestandteile nicht mehr ausreichend aufgespalten und somit auch nicht vom Darm aufgenommen werden. Im Gegensatz dazu  kommt es bei der Malabsorption zu einer mangelhaften Aufnahme von Substraten aus dem vorverdauten Speisebrei. Dadurch gelangen Nahrungsbestandteile, die normalerweise vom Dünndarm aufgenommen werden, weiter in den mit Bakterien besiedelten Dickdarm, wo diese das Ganze weiter zersetzen – allerdings mit einer vermehrten Gasbildung, da sie eigentlich für die Bearbeitung anderer Substanzen zuständig sind.

Treten solche Beschwerden willkürlich auf?

Nein, unsere Verdauung ist ein ausgeklügeltes, eingespieltes System, wobei jeder Abschnitt eine wichtige Funktion erfüllt. Das fängt bereits – wie wir ja alle vor allem als Kinder sicherlich viele Male gehört haben – im Mund an. In unserem Speichel finden sich Enzyme, die damit beginnen, den Nahrungsbrei in seine Bestandteile zu zerlegen. Jeden Bissen am besten hundertmal zu kauen, ist also keine leere Floskel, sondern rein biochemisch ein Optimum, um das zu sich genommene Essen bestens für den weiteren Weg vorzubereiten. Im Magen wird die Nahrung dann einige Zeit gelagert, von Magensäften sowie Enzymen verflüssigt und weitergeleitet. Im Darm kommen dann weitere Enzyme hinzu, der Speisebrei wird fermentiert, eingedickt und anschließend ausgeschieden. Dazu ist es wichtig, dass in jedem der genannten Abschnitte ausreichend Verdauungssubstanzen zur Verfügung stehen. Durch körperliche Ursachen, wie z. B. Pankreasinsuffizienz, eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, kann die Produktion von wichtigen Enzymen zurückgehen, was wiederum zu ausgeprägten Verdauungsstörungen führt.

Steckt also zumeist eine Erkrankung dahinter?

Nicht unbedingt. Blähungen können auch durch Nahrungsmittel ausgelöst werden. So kommt der Spruch „Jedes Böhnchen ein Tönchen“ nicht von ungefähr. Hülsenfrüchte, wie eben Bohnen, enthalten spezielle Oligosaccharide, die unser Körper in den oberen Darmabschnitten nicht verdauen kann, weil ihm das entsprechende Enzym dazu fehlt. Es treten also wieder die Bakterien auf den Plan, welche bei der Zerlegung der Nahrung eben jede Menge Gas produzieren. Dieselbe Problematik besteht übrigens ebenso bei gewissen Medikamenten mit Acarbose oder beim Konsumieren von Zuckerersatzstoffen wie Sorbit. Wobei die Neigung zu Blähungen hier von Mensch zu Mensch verschieden ist.

Warum leiden eigentlich Neugeborene unter Blähungen?

Die ersten drei Lebensmonate bedeuten für die Kleinen natürlich eine enorme Umstellung. Im Mutterleib hat man alles Wichtige über die Nabelschnur erhalten, nun geht es darum, die Nahrung plötzlich selbst aufzunehmen und vor allem, zu verdauen. Der Darm muss sich erst langsam an seine Arbeit gewöhnen bzw. lernen, wie er zu funktionieren hat. Zudem legen sich die Darmschlingen erst neu, was für die Babys mit zum Teil enormen Anlaufschwierigkeiten verbunden ist. Hier helfen Tropfen mit dem Wirkstoff Simeticon, welcher Luftbläschen im Verdauungstrakt auflöst, sanfte Bauchmassagen und später dann Fencheltee.

Kommen wir zurück zu den Erwachsenen. Was kann man gegen Blähungen tun?

Der genannte Wirkstoff ist nicht nur für Babys hervorragend geeignet, sondern hilft auch Erwachsenen bei Gasansammlungen mit Schmerzen im Bauchraum. Daneben bietet bei Beschwerden, denen keine Krankheit zu Grunde liegt, die Natur ein wahres Arsenal an Pflanzen und Stoffen, die von jeher erfolgreich in der Volksmedizin eingesetzt werden. Dazu gehören etwa Fenchel und Kümmel, die als natürliche Karminativa, wie Mittel gegen Blähungen wissenschaftlich heißen, fungieren. Der genaue Wirkmechanismus ist zwar noch nicht ganz geklärt, jedoch nimmt man an, dass ihre ätherischen Öle eine Entspannung der Muskulatur im Darm sowie eine erhöhte Durchblutung der dort befindlichen Schleimhaut zur Folge haben. Als Tee verabreicht sind Fenchel bzw. Kümmel beruhigend, entspannend und entkrampfend. Allerdings sollte man sie nicht über längere Zeit und nicht in hohen Dosen einnehmen. Sind fehlende Enzyme der Grund für die Beschwerden, können Pankreatin oder Amylase, Protease und Lipase aus pflanzlichen Quellen die Lösung sein. Übrigens gibt es hier ein spezielles Eigenprodukt unserer ApoLife Apotheken – ApoLife 47 Multienzym. Die Kapseln verbinden fünf natürliche Verdauungsenzyme mit Fenchel und Kamille, eine wirksame Kombination gegen Blähungen.

Haben Sie noch weitere gute Tipps für uns, um Blähungen vorzubeugen?

In erster Linie sollte man selbstverständlich als blähend bekannte Lebensmittel meiden bzw. seine diesbezüglichen Erfahrungswerte nutzen. Manche Menschen reagieren z. B. empfindlich auf Süßstoffe oder Konservierungsmittel, aber auch zu viel Zucker, Fertigprodukte und Weichmacher in Verpackungen können zu Beschwerden führen. Leidet man häufig und regelmäßig unter Blähungen, empfiehlt es sich vielleicht, den Selbstreinigungsprozess der Zellen durch Fasten oder Dinner Cancelling anzuregen. Darüber hinaus gibt es in jeder ApoLife Apotheke selbstverständlich noch viele weitere klassische Arzneien, alternative Mittel sowie wirksame pflanzliche Präparate, die einem als Betroffenen Linderung verschaffen können.

Einige dieser wertvollen pflanzlichen Helfer haben wir noch in einem separaten Infokasten zusammengefasst. Frau Mag. Reitbauer, wir danken Ihnen für das Gespräch!

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