Skip to main content

Erste Hilfe bei allergischen Reaktionen

Viele sind nur lästig, einige leider lebensgefährlich – Allergien. Was dabei in unserem Körper vor sich geht und was man im Akutfall tun sollte, erfahren Sie hier.

Was sind allergische Reaktionen?

Unser Organismus verfügt über eine Vielzahl von wirkungsvollen Abwehrmechanismen, um sich selbst zu schützen. Manchmal allerdings erkennt er eigentlich harmlose Substanzen als gefährlich und setzt die körpereigene Verteidigung in Gang. Die Auswirkungen können von einem Heuschnupfen aufgrund von Blütenpollen bis zu einem anaphylaktischen Schock, z. B. nach einem Insektenstich, reichen, der sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen inklusive Notarzt-Alarmierung erfordert. Doch sehen wir uns zunächst die Arten von Allergien an, man unterscheidet hier das sogenannte Kontaktekzem und die Sofort-Typ-Allergie.

Bei Ersterem kommt es, wie der Name vermuten lässt, nach einem Hautkontakt mit dem betreffenden Material – etwa Nickel, das in Modeschmuck oder Hosenknöpfen enthalten ist – zu einer Reaktion. Diese kann sich nach einigen Stunden oder aber auch erst nach Tagen bemerkbar machen. Das Immunsystem identifiziert dabei das Allergen als Gefahr, produziert Botenstoffe, um weitere Immunzellen anzulocken und löst an der Stelle des Kontaktes eine Entzündungsreaktion mit Rötung, Schwellung und Juckreiz aus. Hier gilt es, zukünftig eine weitere Berührung mit dem Stoff zu vermeiden. Die betroffenen Hautpartien können mit kühlenden Cremen und Gelen oder auch mit speziellen antiallergischen Zubereitungen behandelt werden. In manchen Fällen wird auch eine kortisonhaltige Creme verordnet.

Im Gegensatz dazu erfolgt bei Sofort-Typ-Allergien, wie der Name es schon nahelegt, eine umgehende Antwort unseres Immunsystems, sobald das Allergen wahrgenommen wird. Der Körper stellt beispielsweise durch Augen, Nase oder Rachen aufgenommene Gräserpollen fest, löst eine Entzündung aus und setzt Histamin frei. Das Gewebe wird vermehrt durchblutet, ankommende Lymphozyten sorgen für eine Schwellung und mittels gesteigerter Sekretproduktion versucht der Organismus, das Allergen wieder loszuwerden. Typische Folgen sind eine Bindehautentzündung, Heuschnupfen, gefährliches allergisches Asthma oder Hautreaktionen mit geröteten, juckenden Quaddeln (Urtikaria).

Zum Teil wird’s gefährlich!

Die meisten Allergien sind zwar unangenehm, einige können allerdings auch lebensbedrohlich sein. Dann nämlich, wenn es zu einem sogenannten anaphylaktischen Schock kommt. Und dabei muss man gar nicht von einer Wespe gestochen werden, eine Allergie gegen Nüsse, Latex, Medikamente oder sogar Gewürze können diesen ebenso auslösen. Vor allem bei einer Nussallergie reichen oft kleinste Mengen aus, um gefährlich zu werden. Für Betroffene ist der Hinweis auf Lebensmitteln „Kann Spuren von … enthalten.“ also absolut unverzichtbar!

Erfolgt der Kontakt mit einem dieser für die Allgemeinheit harmlosen Allergene, stellt sich relativ rasch ein unangenehmes Gefühl ein, der Blutdruck sinkt, es kommt zu Schwindel, Atemnot und unter Umständen zur Ohnmacht. Da eine Anaphylaxie tödlich enden kann, gibt es für gefährdete Personen ein verschreibungspflichtiges Notfallset, das immer mitgeführt werden sollte. Es enthält ein allgemeines Antiallergikum, Kortisontabletten und einen Adrenalin-Pen. Dieser muss, so Erstgenannte nicht helfen, umgehend injiziert werden, um das Schlimmste zu verhindern. Dadurch ist man jedoch noch nicht über den Berg, das Adrenalin verschafft einem nur ein Zeitfenster von ca. 20 bis 30 Minuten, bis der Notarzt eintrifft, den man in jedem Fall sofort alarmieren muss, da die Symptome sich jederzeit verschlimmern können. Am besten die wichtigsten Nummern (Rettung in Österreich 144, in der EU Euro-Notruf 112) vorab im Handy speichern. Dann hat man sie auch im Stress griffbereit. Wenn Sie Fragen zum genannten Allergie-Set bezüglich Anwendung oder sachgerechter Lagerung haben bzw. prinzipielle Informationen zum Thema Allergie benötigen, können Sie sich jederzeit an Ihre ApoLife Apothekerinnen und Apotheker wenden.

Öffnungszeiten

Montag - Freitag
08.00 - 12.30 Uhr
14.00 - 18.00 Uhr
Samstag
08.00 - 12.00 Uhr

Kontakt

Salvator-Apotheke Kirchdorf KG
Hauptplatz 17, 4560 Kirchdorf
   +43 7582 60910
  +43 7582 60 910 - 51
office@apotheke-kirchdorf.at

Im Notfall

COVID Notruf 1450
Ärztenotdienst 141
Vergiftungszentrale +43 1 406 4343

Apotheken Notruf 1455

Mitglied von