Mundhygiene

Er gehört zu den meistgefürchteten Terminen – der Besuch beim Zahnarzt. Doch warum eigentlich? Wenn man einige Grundregeln der Mundhygiene beachtet und nicht nur alle paar Jahre beim Arzt vorbeischaut, müsste man im Prinzip keine Angst davor haben.

Eher mäßig denn regelmäßig
Wenn es um die eigenen Zähne und ihre Pflege geht, nehmen wir es leider nicht allzu genau. In Studien kommt ans Tageslicht, was niemand wahrhaben möchte: Wir sind richtige Zahnputzmuffel. Nur die Hälfte putzt sich die Zähne oft genug und hält sich an die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation, die Zahnbürste nicht erst auszumustern, wenn sie wie ein kleiner Klobesen aussieht, sondern diese viermal jährlich zu ersetzen. Dasselbe gilt für den sicherlich jedem bekannten Rat, Zahnseide zu verwenden, der von vielen gar nicht befolgt wird. Und das trotz des Wissens um die Folgen einer unzureichenden Mundhygiene, denn diese kann, neben Karies und Zahnbelag, auch Zahnfleischentzündungen mit zum Teil drastischen Auswirkungen nach sich ziehen.

Gefahren für Zähne und Gesundheit
Selbst die härteste Substanz in unserem Körper – der Zahnschmelz – ist auf Dauer gegen sie machtlos: Bakterien. Zwar sind viele von ihnen wichtig für unsere Mundflora und erfüllen sogar eine Art Schutzfunktion, allerdings gibt es auch gefährliche Vertreter, sogenannte kariogene Mikroorganismen. Sie produzieren, wenn man sie mit Zucker „füttert“, aggressive Milchsäure, die dann nach und nach den Zahnschmelz angreift. Ist dieser erst einmal geschädigt, können die Eindringlinge nach und nach weiter in die Tiefe vorstoßen. Wird der Nerv im Inneren erreicht, kommt es unweigerlich zu Zahnschmerzen, die zum Teil unerträglich werden können.
Weitere Anzeichen einer unzureichenden Mundhygiene sind Zahnbelag und Zahnstein. Ersterer entsteht, wenn man nicht regelmäßig putzt. Es bildet sich ein Belag aus Bakterien, die sich durch zucker- und kohlenhydratreiche Nahrung stark vermehren, Säure produzieren und somit zu Karies führen. Lagern sich zusätzlich im Speichel natürlich vorkommende Mineralstoffe im Belag ab, können sie diesen mineralisieren, wodurch er hart und rau wird. Der Zahnstein entsteht.
Die bakteriellen Beläge können jedoch auch zu Entzündungen des Zahnfleisches führen. Es wird geschwollen, empfindlich und beginnt leicht zu bluten. Von dieser Zahnfleischentzündung ist es nicht mehr weit zu einer Parodontitis – der Entzündung des Zahnhalteapparates. Das Zahnfleisch bzw. sogar der Knochen bildet sich zurück und die Zähne werden locker. Davon sind in Österreich rund 80 Prozent aller Menschen über 40 Jahren betroffen, wobei die Erkrankung weitgehend schmerzfrei verläuft, jedoch zu Komplikationen führen kann. Wandern die Erreger nämlich über die Blutgefäße weiter, können sie Entzündungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen oder einen bestehenden Diabetes verschlimmern.

Zähneputzen leicht gemacht!
Wer denkt, je öfter man putzt, umso besser, der irrt. Zweimal täglich ist optimal, mehr hingegen belastet die Zähne durch die mechanische Belastung und den damit verbundenen Abrieb. Der ideale Zeitpunkt, um zur Bürste zu greifen, wäre ca. 30 Minuten nach dem Essen oder auch nach dem Genuss von sauren Getränken (z. B. Orangensaft), die dem Zahnschmelz ebenfalls zusetzen. Ist dies nicht möglich, zumindest den Mund mit Wasser ausspülen. Durch die Säure kann nämlich der Zahnschmelz aufweichen, wodurch ein anschließendes intensives Bürsten leicht zu Schäden führt. Bei der Wahl der richtigen Bürste sollte man eher weiche oder maximal mittelharte verwenden, elektrische Zahnbürsten sind zwar sehr gut, aber kein Muss.
Besonders empfehlenswert ist die tägliche Verwendung von Zahnseide, um die Zahnzwischenräume zu erreichen, wo die Bürste beim normalen Putzen gar nicht hinkommt. Gerade an diesen Stellen bildet sich häufig Belag, der wiederum leicht zu Karies führt. Bei größeren Abständen eignen sich sogenannte Interdentalbürstchen, Mundduschen hingegen sind eher für Zahnspangenträger empfehlenswert.
Ganz wichtig: die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt. Hier werden gerade die Stellen erreicht, die man selbst schlecht säubern kann, sowie Ablagerungen und Verfärbungen beseitigt. Zudem wird man auf mögliche Fehler beim Selbst-Putzen hingewiesen und bekommt diesbezüglich gute Tipps.

Unsere Zähne sind wichtige natürliche Werkzeuge, die wir täglich brauchen und die eine bestmögliche Pflege verdienen. Lassen Sie sich diesbezüglich doch einfach in Ihrer ApoLife Apotheke beraten, wo man Ihnen auch bei der Auswahl von geeigneten Produkten zur Zahnpflege kompetent weiterhelfen kann. Damit das eigene „kraftvolle Zubeißen“ nicht nur ein netter Werbespruch ist, sondern bis ins hohe Alter wirklich Realität bleiben kann.

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