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Arnika

In unserer Reihe mit wertvollen Heilpflanzen widmen wir uns dieses Mal einer Blume, die man in hiesigen Breiten allerorts findet und die seit Jahrhunderten ein fixer Bestandteil der Volksmedizin ist: Arnica montana.

Von den gelben Bergen …

Wie schon der lateinische Name weist auch eine weitere Bezeichnung der Echten Arnika darauf hin, wo sie gerne wächst und was sie bewirkt: Bergwohlverleih. Die Pflanze ist zwar auch im Tal anzutreffen, aber ebenso in Höhenlagen bis 2.800 Meter. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst dabei die Pyrenäen, die Alpen bis zum Balkan bzw. im Norden bis ins Baltikum und Südskandinavien. Das vorrangige optische Erkennungsmerkmal sind die wunderbar gelben Blüten, die ebenso wie die Blätter und die Wurzel ihre Anwendung in der Naturheilkunde finden. Arnica montana ist aromatisch duftend, sommergrün und kann bis zu 60 Zentimeter Höhe erreichen.

Heilpflanze des Jahres

Ein Titel, den die Arnika mehr als verdient hat und der, auch wenn die Verleihung schon über 20 Jahre zurückliegt, nichts von seiner Aktualität verloren hat. Sie zählt nach wie vor zu den beliebtesten Vertretern der Phytotherapie und ist bei stumpfen Verletzungen, wie Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen oder starkem Muskelkater nicht mehr wegzudenken. Dies beruht vor allem auf den enthaltenen Bitterstoffen und Flavonoiden, die für die schmerzstillende, entzündungs- und ödemhemmende Wirkung verantwortlich zeichnen. So war es nur logisch, dass der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel HMPC, ein Fachgremium der Europäischen Arzneimittel-Agentur, Arnikablüten mittlerweile offiziell als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft hat. Da diese allerdings auch giftige Substanzen (Helenalin bzw. Dihydrohelenalin) enthalten, gilt Arnica montana als Giftpflanze, die bei hoch dosierter Einnahme negative Auswirkungen auf das Herz bis hin zum Herzstillstand haben kann. Aus diesem Grund sind die Blüten ausschließlich für die äußere Anwendung als Umschläge bzw. in homöopathischen Formulierungen zugelassen.

Ihr Einsatz bitte …

Als pflanzliches Heilmittel hat sich Arnika bei Blutergüssen, Verstauchungen, rheumatischen Beschwerden, Muskelschmerzen und zur Behandlung von Insektenstichen ebenso bewährt wie bei oberflächlichen Venenentzündungen sowie bei entzündlichen Beschwerden im Mund- und Rachenraum. Dabei dürfen die Lösungen allerdings, wie bereits erwähnt, keinesfalls geschluckt oder auf Verletzungen angewendet werden. Für Personen mit Allergien ist ebenso Vorsicht geboten, Arnika gehört nämlich zu den Korbblütlern und somit besteht die Möglichkeit einer Kreuzallergie mit anderen Vertretern dieser Familie wie z. B. Schafgarbe, Sonnenblumen und Chrysanthemen. Prinzipiell ist darüber hinaus auf Hautreaktionen (Dermatitis mit Bläschenbildung) zu achten, die sich nach längerer Anwendung oder bei beschädigter Haut zeigen können.

Und im Bereich der Homöopathie hat Arnika ebenso einen fixen Platz. So gibt es Arnica montana etwa als bewährte Salben, Cremen oder Öle zum Einreiben bei stumpfen Verletzungen (z. B. Traumeel), aber auch in Form von Globuli und Tropfen, die vor Zahnbehandlungen, Operationen oder einer Geburt auf sanfte Weise helfen sollen.

Wenn Sie mehr über diese Pflanze und ihre vielfältigen Anwendungsgebiete erfahren möchten oder natürliche bzw. alternative Arnika-Präparate suchen, sind Sie in Ihrer ApoLife Apotheke bestens aufgehoben.

Arnika – kurz & bündig

  • Lateinischer Name: Arnica montana
  • Offizielles pflanzliches Heilmittel
  • Bei Verstauchungen, Prellungen etc.
  • Schmerzstillend, entzündungs- und ödemhemmend
  • Anwendung äußerlich als Salbe, Creme oder Öl
  • Innerlich nur in homöopathischer Dosierung

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