Erste Hilfe bei Schürf- und Schnittwunden

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon ist es passiert – man stürzt zu Boden und holt sich eine Abschürfung oder der Finger macht Bekanntschaft mit der scharfen Klinge des Brotmessers. Gut, wenn man dann weiß, wie man sich sofort selbst versorgen kann.

Vom tiefschürfenden Problem …

Wenn unsere Haut Bekanntschaft mit einer rauen Oberfläche macht, zieht sie zumeist den Kürzeren. Das kann beim Sport, bei kleinen Unfällen oder durch andere Missgeschicke leichter passieren, als man denkt. Eine Abschürfung der obersten Hautschicht ist zwar in vielen Fällen ungefährlich, aber doch – so es zur Schädigung oder Reizung von Nervenzellen kommt – mit Schmerzen und Brennen verbunden. Problematisch wird es allerdings, wenn die Wundheilung bzw. der hauteigene Regenerationsprozess durch Erkrankungen, wie etwa Diabetes, gestört ist oder die betroffene Stelle nicht desinfiziert und fachgerecht verarztet wurde. Dies kann zu Komplikationen und längeren Heilungsprozessen führen. Umso wichtiger ist deshalb die Erste Hilfe bei Abschürfungen.

Zunächst gilt es, die Wunde zu säubern, speziell wenn der Gegenpart von Knie & Co. vielleicht verunreinigt war. Ideal wäre dafür, falls vorhanden, eine sterile Wundreinigungslösung oder auch nur fließendes Wasser. Danach muss die Abschürfung desinfiziert werden. Dazu gibt es spezielle Wunddesinfektionslösungen auf Jodbasis oder farblose Wundsprays, die weniger brennen. Nun sollte man die Stelle abdecken – mit einem sterilen Wundverband oder Pflaster. Die weitverbreitete Ansicht, Schürfwunden an der Luft trocknen zu lassen, ist keine gute Idee. Ausgetrocknetes Blut bzw. Wundsekret verhindert nämlich den Abtransport von möglichen Krankheitserregern und Schmutzpartikeln. Deshalb am besten vorsorglich nicht verklebende Wundpflaster auf Hydrokolloidbasis zu Hause haben oder mit auf den Ausflug nehmen. Erst später, wenn die Wunde nicht mehr nässt, kann der Heilungsprozess durch eine Wundheilsalbe mit Dexpanthenol beschleunigt werden.

… zum einschneidenden Ereignis

Ähnlich sehen die Maßnahmen bei kleineren Schnittwunden aus, jedoch sorgt der Körper durch die Blutung gleich selbst für eine Reinigung der Wunde. Somit geht es danach also vorrangig um die Blutstillung. Blutet die Wunde stark, helfen das Hochlagern der betroffenen Stelle sowie ein Druckverband mit einer sterilen Kompresse. Im Anschluss sollte die Verletzung ebenfalls desinfiziert und mit einem je nach Größe und Tiefe der Wunde geeigneten Verband verarztet werden. Bei klaffenden und tiefen Schnitten bitte ärztlichen Rat hinzuziehen, denn hier muss abgeklärt werden, ob wichtige Blutgefäße, Sehnen, Muskeln oder Nerven verletzt wurden bzw. ob ein Nähen oder Klammern erforderlich ist, um die Wunde zu schließen. Kleinere Schnitte können mit sterilen Wundauflagen und Pflastern versorgt sowie das erneute „Aufgehen“ mittels Wundnahtstreifen (Strips) verhindert werden. Wichtig ist es, die Wunde in der ersten Heilungsphase trocken zu halten, also beim Waschen vor Nässe schützen bzw. ein Duschpflaster verwenden. Hat man eine tiefe Verletzung erlitten, wird die Heilung meist mit der Bildung von Narbengewebe einhergehen. Um diese so gering wie möglich zu halten und eine Rötung zu vermeiden, helfen Narbengele auf Silikonbasis, die in der späteren Phase des Heilungsprozesses mehrmals täglich einmassiert werden.

Ob Schürf- und Schnittwunden oder sonstige Verletzungen – in jedem Fall ist es notwendig, den Heilungsverlauf genau zu beobachten. Treten Schwellungen, Rötungen oder Eiterbildung auf, bitte kein Risiko eingehen und einen Arzt aufsuchen! Zudem wichtig: Werfen Sie mal wieder einen Blick in Ihre Haus- und Autoapotheke oder in Ihr Erste-Hilfe-Set für unterwegs und prüfen Sie die enthaltenen Verbandsmaterialien, Desinfektionsmittel und Salben auf ihre Vollständigkeit und Haltbarkeit. Ihre ApoLife Apothekerinnen und Apotheker helfen Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne und haben nicht nur alle Mittel zur perfekten Wundversorgung, sondern auch sämtliche Antworten auf Ihre Fragen zu diesem Thema!

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