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Vaginalpilz

Ein wichtiger Aspekt unseres Magazins ist es, von Zeit zu Zeit sogenannte Tabuthemen aufzugreifen, also Beschwerden oder Erkrankungen, über die man in den seltensten Fällen gerne offen spricht. Deshalb möchten wir heute das Thema der „Vaginalen Pilzinfektion“ etwas genauer beleuchten, das immerhin bis zu 75 Prozent aller Frauen zumindest ein Mal im Leben betrifft. Aus diesem Grund haben wir Frau Mag. Slupetzky, ApoLife Apothekerin aus Bludenz, zu einem persönlichen Gespräch getroffen, um Antworten auf die wesentlichsten Fragen zu finden.

Frau Mag. Slupetzky, wo liegen die Ursachen für eine Infektion mit Vaginalpilzen?

Zu Beginn ist es sinnvoll, sich den betroffenen Bereich des weiblichen Körpers etwas genauer anzusehen. Die Scheide und der Schambereich sind mit einer speziellen Schleimhaut ausgekleidet. Diese ist stark durchblutet und, wie auch unsere Haut oder der Darm, von nützlichen Bakterien besiedelt. Dazu gehören etwa Milchsäurebakterien, die den pH-Wert des Milieus im optimalen Bereich zwischen 3,8 und 4,4 halten und so krankmachenden Keimen keinen Raum zur Entfaltung geben. Somit bildet die Vaginalflora aus Laktobazillen einen hervorragenden natürlichen Infektionsschutz, der allerdings nicht unverwundbar ist. Wird die Flora gestört, können sich schädliche Erreger ansiedeln und Infektionen entstehen, wodurch sich die Schleimhaut entzündet.

Welche Einflüsse wirken sich negativ aus?

Hier muss man zwischen internen und externen Faktoren unterscheiden, die das Potenzial haben, das Milieu zu stören. Vielen Betroffenen ist beispielsweise gar nicht bewusst, dass man gerade mit einer übertriebenen Intimhygiene unter Umständen genau das Gegenteil erreicht. Desinfizierende Seifen und Duschgele oder zu häufiges Waschen können die Vaginalflora ebenso aus dem Gleichgewicht bringen wie Keime, die beim Abwischen in die falsche Richtung – von hinten nach vorne – nach dem Stuhlgang in diesen Bereich gelangen. Negativ kann sich überdies der Besuch im Schwimmbad oder in der Therme auswirken. Hier wird größter Wert auf Hygiene gelegt und diese zumeist mit reichlich Chlor im Wasser sichergestellt. Leider tötet dieses wirksame Desinfektionsmittel nicht nur alle Krankheitserreger ab, sondern schadet auch den natürlichen Vaginalbakterien.

Dasselbe gilt übrigens für die Einnahme von Antibiotika, deren Wirkung vor den nützlichen Bakterien in unserem Körper leider nicht Halt macht, da sie nicht zwischen „gut“ und „böse“ unterscheiden. Weitere Faktoren, die das Infektionsrisiko erhöhen, sind ungeschützter Geschlechtsverkehr und hormonelle Veränderungen im weiblichen Organismus. Aus diesem Grund können beispielsweise eine Schwangerschaft, der Menstruationszyklus oder die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln die Scheidenflora empfindlich stören.

Wie merkt man nun, ob man eine solche Infektion hat?

Viele Frauen denken, wenn es stark juckt, muss es ein Pilz sein. Diese Meinung ist weit verbreitet, und trifft auch auf  etwas mehr als ein Drittel der Betroffenen zu. Noch häufiger zu beobachten sind ein brennendes Gefühl im Vaginalbereich und ein weißer, bröckeliger, aber geruchloser Ausfluss. Die entzündete Schleimhaut kann zudem geschwollen und manchmal mit weißlich-grauem Belag besetzt sein. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr treten eher selten auf.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Pilzinfektionen im Vaginalbereich sind im Prinzip relativ leicht zu behandeln. Pilz-abtötende Mittel, sogenannte Antimykotika, gibt es in Form von Cremen, die lokal auf die Schleimhaut aufgetragen werden, oder als Zäpfchen, Kapseln und Tabletten zum vaginalen Einführen. Die Beschwerden klingen zumeist schnell ab, allerdings gilt hier dasselbe wie bei anderen Medikamenten: Die empfohlene Behandlungsdauer der Präparate nicht unterschreiten, da sonst ein Wiederaufflammen der Infektion zu erwarten ist. Als weitere Option stehen Antiseptika zur örtlichen Anwendung zur Verfügung, wobei diese aber auch die wichtigen Milchsäurebakterien eliminieren. Die verloren gegangene Flora muss dann wiederaufgebaut werden, um eine Reinfektion zu verhindern.

Sollte man noch weitere Dinge beachten?

Ja, denn bei Pilzerkrankungen handelt es sich um ansteckende Krankheiten. Deshalb gilt es, potenzielle Infektionsquellen für sich selbst und für andere zu eliminieren. Dazu gehört etwa, Unterwäsche, Strumpfhosen und Handtücher mit mindestens 60 °C zu waschen und Gegenstände, die in Kontakt mit der Vaginalschleimhaut kommen können, z. B. Schwimmutensilien, Sexspielzeug oder Ähnliches, gewissenhaft zu desinfizieren. Im Intimbereich sollte man in dieser Zeit besonders vorsichtig sein. Idealerweise verzichtet man, bis die Pilzinfektion abgeklungen ist, überhaupt auf Geschlechtsverkehr und verwendet danach die erste Zeit ein Kondom, um die möglicherweise noch irritierte Schleimhaut zu schützen. Am besten wäre es, den Partner gleich mitzubehandeln, da Ansteckungen durch Körperkontakt relativ häufig zu beobachten sind.

Haben Sie noch ein paar abschließende Tipps für Betroffene?

Eine vaginale Pilzinfektion lässt sich eigentlich sehr gut therapieren. Wenn die Beschwerden jedoch immer wieder auftreten oder sich durch die Selbstmedikation nicht bessern, sollte man in jedem Fall fachärztliche Hilfe in Anspruch nehmen! Das gilt ebenso, wenn eine Schwangerschaft vorliegt.

Am besten wäre natürlich, gar nicht erst an einer solchen Infektion zu erkranken. Dabei ist, neben einfachen Vorsichtsmaßnahmen, wie keine Handtücher zu teilen und die Wäsche bei hohen Temperaturen zu waschen, beispielsweise ein Verzicht auf Kleidung mit synthetischen Fasern zu nennen. Das Schwitzen lässt ein feucht-warmes Milieu entstehen und begünstigt dadurch das Wachstum von Pilzen. Baumwoll-Unterwäsche wirkt dem auf natürliche Weise entgegen. Des Weiteren sollte man keine Slipeinlagen verwenden, die mit Kunststoff beschichtet sind, und eine spezielle Intimpflege benützen, welche die Schleimhaut nicht austrocknet oder den pH-Wert negativ beeinflusst. In jeder ApoLife Apotheke gibt es eine breite Auswahl an eigens dafür entwickelten Duschgelen sowie milden Reinigungs- und Pflegeprodukten.

Der optimale Schutz gegen Pilzerkrankungen ist aber eine gesunde Vaginalflora. Diese kann z. B. durch Tabletten zum Einnehmen bzw. direkt mit Vaginalkapseln gestärkt werden. Und nach einem Thermenwochenende oder einer Antibiotika-Behandlung bietet ApoLife 7 Darmflora akut eine hervorragende Möglichkeit, den Körper von innen zusätzlich zu unterstützen.

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